Donnerstag, 12. September 2013

Ich hab die Nase voll und sehe plötzlich Kolibris


"Das Leben ist bitter und süß wie Feigen" (bosse - So oder so). Wahre Worte. Nachdem ich am Wochenende ordentlich von den Feigen genascht habe, kommt es mir seit Montag abend so vor, als hätte ich in ne Pampelmuse gebissen, aber so mitten rein. Von überall tönt es: "Der Herbst ist da!" Da hab ich ja grundsätzlich auch nix gegen, aber hätte der nicht ein bisschen freundlicher kommen können?! So golden und so? Hätte er sicher... hat er aber nicht gemacht. Es klatschte schon am Wochenende vom Himmel wie aus Eimern und war wie man bei uns im Rheinland sacht: ÜSSELICH! (also ungemütlich oder schmuddelig). Da helfen auch irgendwelche Postkarten nicht als Entschuldigung!!!


Dat Ganze hab ich also wohl unterschätzt und es hat mir bei einem sehr schönen Ausflug etwas weniger schön die Sachen komplett naß geregnet... + ordentlich Wind dazu (Schirm hat folglich nix genützt) = aua Hals, dicker Kopp, lästiger Schnupfen, fiese Bronchitis. Eine einfache Gleichung. 
Jetzt steht seit Montagabend das volle Programm an: Kräutertees in jeglicher Form, Tablettencocktail, Antibiotikum, Inhalieren, ab inne Heia. Ich hab quasi die Nase voll.



Das es mir nicht allzu gut geht, merkte ich schon. Aber als ich zwischendurch mal aufgestanden bin und einen Blick auf den Balkon geworfen habe, dachte ich, ich hätte Halluzinationen! Da war ein Kolibri! Es ist (immer noch!!!) am Regnen, ziemlich fies draußen und ich seh Kolibris ?!?! Auf meinem Balkon ??? Im September? In Deutschland?! Ich hätte mir vor meinem eingeschmissenen Pillenmix besser mal die Nebenwirkungen durchgelesen!


Das Internet machte mich schlauer. Was ich gesehen habe war ein Taubenschwänzchen, die zu den Schwärmern, also den Schmetterlingen gehört. Davon hab ich ja meinem Leben noch nicht gehört. Taubenschwänzchen werden auch Kolibrischwärmer genannt und haben einen langen aufrollbaren Saugrüssel wie er für Schmetterlinge typisch ist.Sie treten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem im Spätsommer auf. Sie haben einen besonders schnellen Flügelschlag und meist sieht man sie nur im Augenwinkel an sich vorbeihuschen und an Blumen Nektar trinken. Taubenschwänzchen können innerhalb von fünf Minuten mehr als 100 Blüten besuchen und brauchen den Nektar im Wesentlichen als Treibstoff für Ihre gewandte Flugweise. Aaaaha. Wissen wer Bescheid. So, nach diesem kleinen Naturkunde Crashkurs, kann ich nun wieder ins Bett gehen. Haltet Euch warm und bleibt gesund!




1 Kommentar:

  1. Schönes Wolkenbrettchen!!! :-)

    ....na dann ma juuuute Besserung!
    LG,
    Gabi

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